Die Universität zu Köln hat mit einem Team aus vier Studierenden erfolgreich an der 14. Helga Pedersen Moot Court Competition teilgenommen – einem europaweiten Wettbewerb im Bereich des Menschenrechtsschutzes. Es war bereits die fünfte Teilnahme eines Kölner Teams. Unter der Betreuung der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz (Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger M.A.) sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Flávia Oliveira Ribeiro und Veronika Stockinger vertraten Jannis Karl Brandt, Aleksandra Cakmak, Felix Heider und Aria Sayan die Universität zu Köln. Im Mittelpunkt des diesjährigen Falls stand ein hochaktuelles Thema: der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Täterermittlung im Strafverfahren. Aus menschenrechtlicher Perspektive wurden insbesondere Fragen des Rechts auf ein faires Verfahren nach Art. 6 EMRK behandelt. Der Wettbewerb bestand aus einer mehrmonatigen Schriftsatzphase sowie mündlichen Verhandlungen. Die Studierenden verfassten englischsprachige Schriftsätze für beide Verfahrensseiten und arbeiteten sich intensiv in die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) ein. Dabei erwarben sie wertvolle Kenntnisse in der Arbeit mit Case Law und der englischen Rechtsterminologie. Nach erfolgreichen Vorrunden in Malta qualifizierte sich das Team für die Finalrunde der besten 18 Teams, die Anfang Juni 2026 in Straßburg in den Räumen des Europarats und des EGMR stattfand. Der Einzug ins Viertelfinale wurde nur knapp verpasst. Neben den fachlichen Erfolgen bot der Wettbewerb zahlreiche Möglichkeiten zum internationalen Austausch. Die Studierenden knüpften Kontakte mit Teilnehmenden aus ganz Europa sowie mit Juristinnen und Vertreterinnen des Europarats. Die diesjährige Teilnahme zeigt erneut, dass sich Studierende der Universität zu Köln erfolgreich mit spezialisierten Teams aus ganz Europa messen können.